Elimu kwa wote – Bildung für ALLE

Ziel des Projekts ist die Erweiterung des bestehenden Bildungszentrums um ein mobiles Bildungs- und Beratungszentrum, sowie ein digitales Lernzentrum für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche in Kenia.

Besonders werden wir damit Mädchen fördern, da ihnen der Zugang zu Bildung aufgrund gesellschaftlicher Stigmata erschwert ist.

Hintergrund:

Bildung ist der zentrale Schlüssel, um aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen. Das Schulsystem in Kenia sieht zwar für die unteren Klassenstufen kostenfreien Unterricht vor, aber arme Familien stehen immer noch vor zahlreichen Herausforderungen. Beispielsweise sind die notwendigen Bücher für viele Familien unerschwinglich. Zudem steht vielen Kindern zuhause nicht einmal ein ruhiges Eck zur Verfügung, um ihre Hausaufgaben zu erledigen und sich auf Prüfungen vorzubereiten. Bei Mädchen kommt erschwerend hinzu, dass sie während ihrer Periode häufig der Schule fernbleiben, da sie sich keine Hygieneprodukte leisten können. Vom Umgang mit modernen Medien wie Computer und Internet sind die meisten Familien ohnehin weit entfernt. Doch auch in Kenia ist es immer wichtiger, gut mit digitalen Medien umgehen zu können. Durch diese Hindernisse können diese Kinder kaum dem Kreislauf der Armut entkommen.

Hintergrundinformationen zu unserem Verein:

Der Baobab Family e.V. wurde 2001 in Deutschland gegründet, um sich in Kenia für bedürftige Menschen, vor allem Kinder, einzusetzen und ist seither auf deutscher Seite rein ehrenamtlich aufgebaut. Um in Kenia agieren zu können, wurde Baobab International Africa 2005 als kenianische Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel gegründet, verwaiste und schutzbedürftige Kinder in Kenia zu unterstützen.

Vor zwei Jahren gründete BAOBAB FAMILY in Mombasa-Mikindani/Kenia die „Baobab Community Library“, die täglich geöffnet ist. Hier können Kinder in einer geschützten und ruhigen Umgebung lernen, lesen, Hausaufgaben erledigen und sich bei Problemen an die Sozialarbeiter*innen vor Ort wenden. Darüber hinaus fungiert die Library als „Buchbank“: Kinder geben eigene Bücher, die sie nicht mehr brauchen ab, damit sie von anderen Kindern verwendet werden können. Die Bibliothek verfügt über mehr als 1000 Bücher zu verschiedenen Themen.

Um das Fernbleiben vom Unterricht von Mädchen während ihrer Periode zu verhindern, veranstaltet BAOBAB FAMILY seit Jahren regelmäßig Kampagnen in Zusammenarbeit mit Baobab Community Library: Neben Informationen zu Monatshygiene und Sexualität erhalten die Mädchen hier wiederverwendbare waschbare Bindensets.

Mit den bisherigen Angeboten erreicht BAOBAB FAMILY nur eine eng begrenzte Anzahl bedürftiger Kinder: Im Rahmen der COVID-19 Pandemie dürfen nur noch 35 Personen gleichzeitig unsere Räume nutzen. Zudem ist das Angebot nur für Kinder aus wenigen Schulen fußläufig erreichbar. Das wollen wir ändern.

Hier kommt GEMEINSAM GUTES BEWEGEN ins Spiel.

BAOBAB FAMILY wollen mit einem mobilen Bildungs- und Beratungszentrum, ihre Unterstützung direkt an die Schulen bringen. Dafür planen sie den Umbau eines „Matatu“, eines Kleinbusses, der das Hauptverkehrsmittel in Kenia darstellt.

Um „Elimu Kwa Wote – Bildung für alle“ zu verwirklichen, wollen wir ein gebrauchtes Fahrzeug kaufen und umbauen. Dieses Bildungs-und Beratungsmobil wird in regelmäßigen Abständen bis zu 20 verschiedene Schulen besuchen.

Hiermit planen wir die Erweiterung unseres Angebots um ein digitales Lernzentrum mit Computern, Internetzugang und Digitalisierungskursen. Da die wenigsten Kinder selbst einen Laptop oder PC haben, ist es umso wichtiger, ihnen den Zugang hierzu zu ermöglichen. Dies eröffnet ihnen viele Chancen für ihre weitere Ausbildung und Arbeitssuche.

Der Kleinbus soll so ausgestattet werden, dass interessierte Schüler*innen und Student*innen direkt an der Schule:

  • einen Zugang zu Büchern haben
  • Umgang mit Computer und Internet lernen
  • Unterstützung beim Lernen bekommen
  • Unkomplizierter Kontakt zu erfahrenen SozialarbeiterInnen haben können
  • Hygieneartikel und Aufklärung für Mädchen erhalten

In Kenia gibt es diese Art der Unterstützung von benachteiligten Kindern noch nicht. Deswegen wollen wir hier mit Ihrer Hilfe eine Lücke füllen. Gleichzeitig ist unser Angebot weitreichender, da die SozialpädagogInnen auch bei sozialen oder familiären Problemen der Kinder Unterstützung vermitteln können.